Neuigkeiten aus dem Wahlkreis

Sommertour 2023 bei Vissmann

Auf meiner Sommertour 2023 Informationen aus ersten Hand in Sachen Wärmepumpe. Dazu war ich zusammen mit Kollegen der CDU Siegburg bei der Niederlassung der Firma #Viessmann in Troisdorf. Vorteil der Luft-Wärme-Pumpe ist vor allem der hohe Wirkungsgrad: Statt 20.000 KW Gas braucht die Wärmepumpe beispielsweise nur 5000 KW Strom für die gleiche Heizleistung. Die Technik wurde nach Anfängen vor vielen Jahren ständig weiter entwickelt und ist bei Neubauten bereits Standard. Auch im Bestand gibt es keine unüberwindlichen Hindernisse. Wichtig ist aber, dass im Einzelfall eine (auch bei anderen Heizsystemen) vernünftige Dämmung zuerst erfolgt, damit die Wärmepumpe optimal auf den Bedarf ausgerichtet werden kann. Fachkundigen Energieberatung, die richtige Reihenfolge von kommunaler sowie privater Wärmeplanung und privaten Investitionen, das Preisverhältnis von Gas und Strom, verlässliche Förderprogramme waren wichtige Stichworte für die Berliner Debatte zum Gebäudeenergiegesetz! Klar ist, dass intelligente Heizsysteme mit Wärmepumpen, Photovoltaik und Energiespeichen notwendige Elemente der Wärmewende sind. Und gut zu wissen: es braucht keine neue Raketentechnologie, sondern die Technologien dafür sind längst erfunden und verfügbar.
Zum Ende des Tage habe ich noch eine Baustelle besichtigt, bei der gerade eine Wärmepumpe installiert wird. Die relativ kleine Anlage versorgt ein 6-Parteien-Haus!
Mit dabei Innungsobermeister Guido Odenthal und Susanne Haase-Mühlbauer von der CDU Siegburg
Fronleichnam in Siegburg

Fronleichnam in Siegburg: die Messe auf dem Markt und die Prozession nach St.Anno gehören traditionell dazu. Auch wieder in großer Gemeinschaft aller Priester und der katholischen Gemeinden der Stadt und mit hörenswerter Predigt von Pastor Wahlen

Neue Stolpersteine in Siegburg

Heute wurden - organisiert durch den Förderverein Landjuden an der Sieg - in Siegburg weitere fünf Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, die Opfer der Nationalsozialisten wurden, interniert, ermordet oder vertrieben worden sind. In der Holzgasse 21 lebte Familie Linz, die noch rechtzeitig in die USA flüchten konnten; Ernst Baum lebte in der Holzgasse 39 bis er 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde; in der Mühlenstraße 62 wurde an Anny Remmel erinnert, die nach Theresienstadt deportiert wurde. Glücklicherweise wurde sie 1945 befreit und lebte bis 1982 wieder in der Mühlenstraße. Ihr Enkel Paul Remmel hatte die Patenschaft für ihren Stolperstein übernommenen.
Die Stolpersteine sollen einer Idee des Künstlers Gunther Demnig folgend an die Millionen Menschen erinnern, die von den Nazis verfolgt, zu Nummern degradiert und ermordet wurden. Jede Messingtafel mit Namen und Schicksal eingraviert steht für einen individuellen Menschen, dem sie Namen, Geschichte und Würde zurück gibt. Stolpersteine erinnern uns an die Menschen, die einst hier wohnten, zugleich sollen sie uns wachsam halten. Denn auch heute sind antisemitische Straftaten und Vorurteile weit verbreitet, ob mit rechtsextremistischen oder islamistischen Hintergrund, als BDS-Bewegung, gewaltbereite Israelkritik oder absurde Verschwörungstheorien. Es ist Pflicht von Staat und Gesellschaft, dem entschieden entgegenzutreten. Jüdisches Leben in Deutschland muss selbstverständlich, wertgeschätzt und jederzeit sicher sein. Nicht immer werden wir dem gerecht.
Gespräch mit der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine im Rhein-Sieg-Kreis

Gespräch mit der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine im Rhein-Sieg-Kreis (AWO SKM SKF ASB) bei der Arbeiterwohlfahrt Rhein-Sieg
Die Betreuungsvereine vertreten Menschen in Angelegenheiten, die sie selber aufgrund einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung ganz oder teilweise nicht erledigen können. Sie helfen dabei, dass rechtliche Betreuung nicht als Bevormundung wahrgenommen wird, sondern als ein Mehr an Freiheit, Selbstbestimmung und Lebensqualität für Menschen mit Hilfebedarf. Neben der hauptamtlichen rechtlichen Betreuung unterstützen und qualifizieren sie auch Menschen, die ehrenamtlich betreuen. Im Rhein-Sieg-Kreis werden ungefähr 850 Menschen rechtlich betreut, vielen Dank für diese wichtige Arbeit!
Zukünftig werden wegen der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft voraussichtlich immer mehr Menschen auf die rechtliche Betreuung angewiesen sein.
 
Die Vereine haben anschaulich darüber berichtet, wie herausfordernd ihre Arbeit durch die aktuellen Preis- und Tarifentwicklung ist. Die vom Gesetzgeber 2019 festgelegten Fallpauschalen für Betreuer erweisen sich inzwischen nicht mehr als ausreichend. Erst für 2025 aber sieht das Gesetz eine Evaluation und ggf Anpassung der Finanzierung vor. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bundesländer einen Großteil der Kosten tragen. Die Betreuungsvereine halten es für dringend erforderlich, hier schon früher zu Verbesserungen zu kommen, um die Arbeit fortsetzen zu können. Ich nehme dieses wichtige Anliegen gerne mit nach Berlin!