„Das Siegtal darf nicht lauter werden“

Elisabeth Winkelmeier-Becker setzt sich beim Bundesverkehrsministerium gegen die Verlagerung des Güterverkehrs vom Rheintal ins Siegtal ein.

Rhein-Sieg-Kreis. Mit Sorge nimmt Elisabeth Winkelmeier-Becker zur Kenntnis, dass die Siegstrecke als Entlastungsroute für das von Bahnlärm geplagte Rheintal zur Debatte steht.

„Auch wenn der Bahnlärm im Rheintal deutlich reduziert werden muss: Es ist keine Lösung, das Problem einfach von einer Region in eine andere zu verschieben“, sagt die Bundestagsabgeordnete aus Siegburg.

Daher fordert Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Das Siegtal darf nicht lauter werden.“ Derzeit fürchten die Menschen entlang der Sieg, dass auch sie Opfer von zu viel Bahnlärm werden könnten. Darunter würden die Lebensqualität und die Attraktivität für den Tourismus leiden.

Gegenüber dem Bundesverkehrsministerium hat die Siegburgerin deutlich gemacht, dass wenig Akzeptanz in der Region für mehr Bahnlärm vorhanden sein wird. Sie kritisiert zudem die ersten Kostenschätzungen für den Ausbau zwischen Troisdorf und Siegen. „In den 370 Millionen Euro fehlt die ausreichende Berechnung des dringend notwendigen Lärmschutzes. Der müsste nämlich überall gewährleistet sein – auch an den Abschnitten, die nicht mehr ausgebaut werden müssen“, stellt Winkelmeier-Becker klar.

Erst wenn diese unverzichtbaren Maßnahmen mit eingerechnet seien, könne die gesamte Wirtschaftlichkeit ermittelt werden. „Alle Schritte in Richtung möglicher Planungen müssen transparent sein und im Dialog mit der Bevölkerung erarbeitet werden“, fordert die Bundestagsabgeordnete.

„Die betroffenen Städte und Gemeinden sollten sich an das Bundesverkehrsministerium wenden und ihre Einwände geltend machen“, empfiehlt Elisabeth Winkelmeier-Becker. Nur so ließen sich frühzeitig Einschnitte in gewachsene Strukturen der Kommunen vermeiden.

Vom Bundesverkehrsministerium erwartet Elisabeth Winkelmeier-Becker außerdem nach Schweizer Vorbild ein Verbot der alten lauten Bremstechnik. „Der Einsatz der neuen Flüster-Bremsen muss Pflicht werden. Davon würden auch die Menschen im Rheintal erheblich profitieren.“

 

 

 

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