Nach intensivem Update im Wahlkreis zurück nach Berlin - Bilanz eines ereignisreichen Sommers

Die 18. Sitzungsperiode des Deutschen Bundestages geht in ihr letztes Jahr. Viele wichtige Aufgaben liegen bis zum Sommer 2017 vor uns, vor allem die Integration der Flüchtlinge wird dabei die Kernaufgabe sein. Wenn uns das gelingt, können wir die Kräfte am Rechten Rand eindämmen. Dazu gehört auch, mehr Gerechtigkeit zu schaffen für Menschen, die sich abgehängt fühlen.

Die letzte Sommerpause dieser Legislaturperiode habe ich intensiv für viele Gespräche in meinem Wahlkreis genutzt, der ja zugleich meine Heimat und mein Lebensmittelpunkt ist. Dabei konnte ich immer wieder feststellen: Verglichen mit anderen Regionen Deutschlands geht es den meisten Menschen in unserer Region gut. Die Arbeitslosenquote ist relativ gering, der Lebensstandard vergleichsweise hoch. Und die Freizeitqualität ist es auch. Bei Ausflügen im Siegtal und in Ruppichteroth habe ich das selber wieder genießen können.

Doch auch innerhalb des Rhein-Sieg-Kreises gibt es ein Gefälle. Besonders der östliche Teil des Kreises darf nicht abgehängt werden – schon gar nicht, indem man die Wohnlage dort durch die massive Zunahme von Durchgangs-Güterverkehr entwertet, wie die SPD das befürwortet. Unsere Infrastruktur vereint alte Traditionen mit der neusten Technik. Das Übersetzen über den Rhein ist z. B. auf der Mondorfer Fähre möglich (da durfte ich für ein paar Stunden sogar mithelfen). Die Elektromobilität setzt neue Akzente und eröffnet Möglichkeiten, die weiter wachsen werden. Wenn sich mit einer anderen Landesregierung auch noch das Straßennetz durch vernünftige Ergänzungen der gestiegenen Mobilität anpasst und die Bahn die Züge auf der Siegstrecke verlängert, dann sind wir bestens aufgestellt.

Für die ländlicheren Gebiete des Kreises sind Arbeitsgeber wie Eckes-Granini wichtige Anker. Bei meinem Unternehmensbesuch dort konnte ich eine gut aufgestellte Fabrik erleben, in der großer Optimismus herrscht. Auch bei vielen anderen Unternehmen habe ich diese Aufbruchsstimmung wahrgenommen: z. B. bei Varian Medical Services in Troisdorf. Und wo die Rahmenbedingungen schwierig werden, da packen die Leute bei uns an: So ist die IG Kunststoff entstanden, die in unserer Region dafür sorgt, dass die Branche gut vernetzt ist und den Fachkräftemangel von Anfang an in den Griff bekommt.

Für die Landwirtschaft sind die Zeiten nicht leicht. Nicht nur wegen des Milchpreises, sondern leider auch, weil die rot-grüne Landesregierung in ihrer Reglementierungswut alle, die die Natur auch als Quelle der Nahrungsmittelproduktion nutzen, unter Generalverdacht stellt. Darunter leiden die ländlichen Gebiete bei uns, wie sich in Ruppichteroth auf einer Veranstaltung mit vielen Landwirten und dem Landesumweltminister erneut bestätigt hat.

Meine Sommertour hat mich wieder mit vielen Ehrenamtlern zusammengebracht, ohne die wir die aktuellen Herausforderungen ganz gewiss nicht so beindruckend meistern würden. Die Kleiderstuben der CDU, klassischerweise von Frauen in unserer Partei betrieben, sind das Paradebeispiel dafür, wie man praktische Hilfe mit menschlicher Zuwendung verbinden kann. Und der Einsatz der vielen Frauen und Männer, die in ihrer Freizeit inner- und außerhalb der Unterkünfte Flüchtlingen bei der Integration helfen, ist nach wie vor ungebrochen.

Bei uns wird nicht nur viel geschafft, sondern auch viel gefeiert. Auf Bürger-, Sommer- und Vereinsfesten habe ich gut gelaunte Menschen getroffen, die sich keine Angst vor der Zukunft einreden lassen. Ob beim großen Wiesenfest in Mondorf, beim kleinen Sommerfest in Hennef-Adscheid, bei der AWO in Siegburg oder bei den vielen anderen Einladungen, denen ich gerne gefolgt bin: Das Leben an Rhein und Sieg ist abwechslungsreich; städtische und ländliche Infrastruktur liegen nur einige Minuten mit der S-Bahn auseinander.

Auch wenn die Stimmung insgesamt von Optimismus geprägt ist, habe ich die mahnenden Stimmen nicht überhört, die von uns Politikern klare Rahmenbedingungen erwarten, etwa bei weltweiten Themen wie Handelsabkommen, besonders aber auch für die Integration der vielen Menschen aus anderen Kulturkreisen, die neu bei uns sind. Mit dem Integrationsgesetz, das auf Initiative der Unionsparteien nicht nur fördert, sondern auch fordert, haben wir dazu ein wichtiges Signal aus Berlin gesendet. Integration funktioniert nur, wenn beide Seiten aufeinander zugehen. Die meisten Menschen sind dazu bereit.

Wie stark unsere Gesellschaft ist, sieht man nicht zuletzt daran, dass trotz des historischen Flüchtlingsstroms des vergangenen Jahres das „normale“ Leben weiterging. Kinder z.B.  konnten sich auch in diesem Sommer in Workshops von Künstlern inspirieren lassen oder auf andere Weise ihre Ferien am Heimatort genießen. Und die Kunstszene ist nach wie vor beeindruckend lebendig zwischen Kabelmetal in Windeck-Schladern und dem Kunsthaus in Troisdorf.
Unsere Region ist und bleibt attraktiv. Und wo Verbesserungen durch die Bundespolitik ermöglicht werden können – etwa durch neue Straßen, die Wohngebiete entlasten und den Verkehr besser fließen lassen oder durch Förderprojekte für Investitionen der Städte und Gemeinden – werde ich mich weiterhin dafür einsetzen.

Die Arbeit an einer guten Zukunft beginnt jeden Tag aufs Neue. Daher freue ich mich in den kommenden Monaten zwischen den Sitzungswochen auf viele weitere Begegnungen mit Menschen in meinem Wahlkreis, denen unsere Region ebenfalls am Herzen liegt.