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„Krach trifft voll ins Herz“ - Internationaler Tag gegen Lärm 2017

Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Lärm weist die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker auf die Gefahren stetiger Lärmbelästigung hin. Sie rückt das Thema Fluglärm in den Vordergrund.

Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Wissenschaftler bestätigen, dass permanenter Krach das Risiko für Herzinfarkte, Herzschwäche und Schlaganfälle merklich erhöhen kann. Auch psychische Folgen etwa von Fluglärm dürfen nicht unterschätzt werden. Die Forschung weist darauf hin, dass die Gefahr immens ist, lärmbedingt eine Depression zu entwickeln. Flugpausen in der Nacht sind ein gutes Beispiel für Gesundheitsschutz. Die NORAH Studie weist am Beispiel des Frankfurter Flughafens, dort gilt seit 2011 eine sechsstündige Ruhezeit in der Nacht, auf die positiven Auswirkungen von Flugpausen für das Schlafverhalten der Anwohner hin. Auch mein Wahlkreis, der Rhein-Sieg Kreis, ist stark vom Fluglärm des Airports Köln/Bonn betroffen.“

Beide aktuelle Vorhaben der Großen Koalition, das anvisierte Nationale Luftverkehrskonzept wie auch die geplante Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes, so Elisabeth Winkelmeier-Becker, müssten Ergebnisse der Lärmwirkungsforschung umsetzen.

Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Es besteht Handlungsbedarf zur weiteren Lärmentlastung bei Anwohnern von Flughäfen. Dies gilt insbesondere für die gültigen Grenzwerte im Fluglärmschutzgesetz. Eine stärkere Differenzierung nach Flugzeugtypen und eine deutlichere Spreizung der Tag- und Nachttarife bei lärmabhängigen Flughafenentgelten müssen Realität werden. Aspekte des Fluglärms und der Lärmentlastung bei Anwohnern von Flughäfen müssen sich an zentraler Stelle im Nationalen Luftverkehrskonzept für die Bundesrepublik Deutschland widerspiegeln.“

 Hintergrund zum  „Tag gegen Lärm“ und zu NORAH

Der „Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ (TgL) findet seit 1998 in Deutschland statt und ist eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA). Das Ereignis ist alljährlich zeitlich mit dem „International Noise Awareness Day“ (USA) abgestimmt. Die Aufmerksamkeit und Sensibilisierung bezogen auf Lärm und seine Wirkungen, aber auch die Veröffentlichung des Wissens um Ursachen und Folgen des Lärms sind elementar für den „Tag gegen Lärm“.

Die „Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health“-Studie (NORAH), also die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Lärm, Belästigung, Denkprozessen und Gesundheit, hatte das Ziel, eine möglichst repräsentative und wissenschaftlich abgesicherte Beschreibung der Auswirkungen des Lärms vom Flug-, Schienen- und Straßenverkehr auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Wohnbevölkerung zu liefern. Es handelt sich um die weltweit umfangreichste Arbeit dieser Art.

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