Ab sofort können sich Engagement unterstützende Organisationen in den Kommunen mit 10.000 bis 100.000 Einwohnern für das neue Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ bewerben:
Gefördert werden bestehende zivilgesellschaftliche Träger- und Mittlerorganisationen für Engagement wie Freiwilligendienstagenturen, Mehrgenerationenhäuser, Mütterzentren, Bürgerstiftungen, Seniorenbüros etc., die in Kooperation mit anderen relevanten Akteuren die Zivilgesellschaft vor Ort stärken.

Das Programm will gemeinnützige Engagement unterstützende Kooperationen beraten, begleiten und finanziell in die Lage versetzen, vor Ort lokales Engagement zu stärken. 50 Einrichtungen in Städten und Gemeinden werden mit einem Gesamtvolumen von bis zu 3 Mio. Euro über zunächst drei Jahre gefördert. Das Programm trägt zur nachhaltigen Stärkung der Infrastruktur für Engagement in den Kommunen bei.
 
„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die relevanten Akteure im Rhein-Sieg-Kreis für die Teilnahme an diesem Programm bewerben würden. Die Bewerbungsphase endet am 1. März. Förderzusagen erfolgen dann im September. “Weitere Informationen finden Sie unter www.engagiertestadt.de

Die vom Bund gewährten Hilfen für die Kommunen bei den Flüchtlingskosten gehen in Nordrhein-Westfalen nur ca. zur Hälfte direkt an die Kommunen. Lediglich 50 Prozent der vom Bund bereitgestellten Mittel fließen in die Städte und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises. Zwar ist die Bundeshilfe nach vorläufiger Berechnung eine wirklich große Hilfe (z.B. Hennef 145.000 €, Siegburg 114.000 €, Troisdorf 213.000 €). Jedoch  hätten die Bundesmittel bei den weiter steigenden Flüchtlingszahlen und finanziellen Belastungen zu 100 Prozent an die Kommunen gehen müssen.

Es ist daher unredlich, dass das Land die Bundesmittel jetzt dafür nutzt, die eigenen lange angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Flüchtlingspolitik zu finanzieren. Der Bund hat ausdrücklich vorgesehen, dass in den Fällen, in denen die Kommunen Kostenträger der Flüchtlingshilfe sind, die Länder eine entsprechende Weitergabe der Mittel zusichern. Daran hält sich rot-grün nicht. Dadurch entgehen allein Hennef, Siegburg und Troisdorf in diesem Jahr insgesamt ca. 472.000 €. Die rot-grüne Landesregierung unterschlägt letztlich Gelder, die unsere Kommunen dringend benötigen.

Die kommunalen Kosten für die Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern sorgen für eine erhebliche Belastung für die Städte und Gemeinden. Daher wäre es umso wichtiger, dass zumindest die Bundesmittel in voller Höhe an die Städte und Gemeinden weitergeleitet werden.

Theo Heck aus Lohmar setzt sich seit über 20 Jahren mit Herz und Seele für Asylbewerber ein und tut sein Bestmögliches, um Flüchtlingen ein gutes Ankommen und Einleben im Rhein-Sieg-Kreis zu sichern. „Deshalb habe ich ihn für eine Auszeichnung vorgeschlagen, die er zum heutigen internationalen Tag der Migranten im Auswärtigen Amt erhielt. Diese Würdigung hat er redlich verdient“, so Elisabeth Winkelmeier-Becker, „In seiner neuen Funktion als Stadtratsmitglied in Lohmar wird er seine Erfahrungen mit Asylbewerbern nun auch tatkräftig in die Politik einbringen“.

Insgesamt wurden 600 Bürgerinnen und Bürger im Namen der Bundesregierung für ihr ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge ausgezeichnet. Die Ausgezeichneten setzen sich für die Integration von Flüchtlingen ein und schaffen soziale Kontakte. Sie bauen Vorbehalte ab und unterstützen beim Ankommen in Deutschland. Mit viel persönlichem Engagement widmen sie ihre Zeit und Kraft den Flüchtlingen. Dies ist keinesfalls selbstverständlich und verdient großen Dank und Anerkennung! Laut Elisabeth Winkelmeier-Becker „ist Deutschland ein weltoffenes Land, auch wenn einige der derzeitigen Demonstrationen anderes vermitteln wollen“. Eine Umfrage der Bosch-Stiftung belegt, dass fast 90% der Bevölkerung der Ansicht ist, Menschen aus Bürgerkriegsländern müssten Zuflucht in Deutschland finden können. Und zwei Drittel der Bürger würden Asylbewerber unterstützen. Diese Angaben sinken nicht; ganz im Gegenteil wachsen sie seit mehr als 20 Jahren deutlich. „Die zusätzlichen Gelder des Bundes in Höhe von 500 Mio. Euro für die Jahre 2015 und 2016 werden hier eine gute Grundlage für die Begleitung von Asylbewerbern und das gemeinsame Miteinander bilden“, so die Bundestagsabgeordnete.

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Bürgersprechstunde traf sich die Siegburger Abgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker mit Helen Bonert, der Außenstellenleiterin Weisser Ring e.V. Rhein-Sieg. Frau Bonert berichtete von der praktischen Arbeit des Weissen Rings e.V., der kriminalitätsopfern mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen praktische Unterstützung bietet. So berät und begleitet der Verein beispielweise Einbruchsopfer, die nicht mehr in ihrer Wohnung bleiben können und deshalb Unterstützung beim Umzug erhalten, oder Kinder, die Zeugen eines Verbrechens geworden sind und in Kur geschickt werden können. Auch konnte Frau Bonert hilfreiche Tipps für die anstehenden parlamentarischen Beratungen zur Reform des Opferentschädigungsgesetzes geben. „Auf diese Weise können konkrete Erfahrungen aus dem Rhein-Sieg-Kreis in den Gesetzgebungsprozess im Deutschen Bundestag einfließen“, so Winkelmeier-BeckerMdB. Der Weisse Ring vertritt die Anliegen der Opfer, die imStrafprozess manchmal zu kurz kommen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, der mit großem ehrenamtlichem Einsatz erbracht wird.

Die Siegburger Bundestagsabgeordnete Winkelmeier-Becker erklärt:  
 
„Für alle Städte und Gemeinden ist es zu begrüßen, dass der Bund in den nächsten zwei Jahren den Kommunen mit jeweils 500 Millionen Euro bei dem  drängenden  Problem  der  Flüchtlingskosten  helfen  will.  Mit  dieser zusätzlichen Unterstützung wird der Bund seiner Verantwortung für diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung gerecht. Während die rot-grüne Landesregierung  in  Nordrhein-Westfalen  die  Kommunen  nur unzureichend  bei  den  Aufwendungen  für  Asylbewerber  unterstützt, entlastet der Bund die Kommunen tatsächlich. Das Land hatte bislang im Durchschnitt nur 20 Prozent der Aufwendungen der Kommunen für die Versorgung von Asylbewerbern getragen.
 
Jetzt erwarten wir auch von der rot-grünen Landesregierung, dass eine vollständige Weiterleitung der Bundesmittel an die Städte und Gemeinden erfolgt.  Denn  die  Kommunen  haben  angesichts  steigender Flüchtlingszahlen  erhebliche  Mehraufwendungen  für  die  Aufnahme, Unterbringung,  Versorgung  und  Gesundheitsversorgung  der Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Frau Kraft steht in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass auch in den Städten und Gemeinden in meinem Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I die Entlastung des Bundes wirkt.  
 
Die ansteigenden Aufwendungen für Flüchtlinge belasten die Haushalte der Kommunen erheblich. In Siegburg könnte die jetzige Entlastung des Bundes zu einer finanziellen Hilfe von gut 309.000 führen, in Troisdorf von458.000 €. Allerdings nur dann, wenn 100 Prozent der Hilfe da ankommen, wo sie gebraucht wird: In den Städten und Gemeinden!