Unerwartete technische Probleme dürfen nicht mehr zu Lasten des Fluggastes gehen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte der Flugreisenden gestärkt und entschieden, dass ihnen auch bei Verspätungen aufgrund unerwarteter technischer Probleme eine Entschädigung zusteht. Die Airline kann sich in solchen Fällen nicht mehr, wie bisher, auf außergewöhnliche Umstände berufen. Hierzu erklären die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker und der zuständige Berichterstatter Stefan Heck:

Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Der EuGH stärkt den Verbraucherschutz in der EU. Fehler bei der Wartung und beim reibungslosen Betrieb der Flugzeuge dürfen grundsätzlich nicht dem Verbraucher zur Last fallen. Das entspricht einer sachgerechten Verteilung des Risikos, zumal der EuGH Ausnahmen in Fällen sieht, in denen die Fluggesellschaften keinen Einfluss auf die Unregelmäßigkeiten haben.

Wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Interessen der Verbraucher in der geplanten Reform der EU-Fluggastrechteverordnung entsprechend berücksichtigt werden. Dabei ist uns gerade ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Interessen der Fluggäste und der Fluglinienbetreiber wichtig. Der EuGH hat mit seiner Entscheidung diese Linie bestätigt.“

Stefan Heck: „Wir sehen noch ein großes Defizit im Bereich der Rechtsdurchsetzung. Viele Fluggesellschaften reagieren auf ihre Kunden, die ihre Ansprüche geltend machen, gar nicht oder nur sehr verhalten. Das schreckt die meisten Kunden aufgrund des Aufwands und der hohen Kosten ab, ihre Ansprüche weiter durchzusetzen. Kaum einer möchte wegen einem geringen Betrag einen Anwalt oder einen Inkassodienst beauftragen. Hier besteht dringender Nachholbedarf.“

 

 

 

60 Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU-Fraktion - darunter auch die Siegburger Abgeordnete Winkelmeier-Becker - unterstützen internationalen Aufruf zum aktiven Handeln gegen die weltweite Verfolgung religiöser Minderheiten.

Damit schließen sich die Bundestagsabgeordneten und Mitglieder des Stephanuskreises einem offenen Brief von über 100 Abgeordneten des Europäischen Parlamentes an, mit dem diese den Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit als Menschenrecht und damit den Schutz religiöser Minderheiten fordern.

"Immer mehr Menschen auf der Welt werden ihres Glaubens wegen verfolgt oder unterdrückt. Die Flüchtlinge, die vor dem Terror des Islamischen Staates in Syrien und Irak bei uns in Europa Schutz suchen, sind nur die sichtbare Spitze aller religiös Verfolgten und Unterdrückten", so Winkelmeier-Becker.

"Mit dem Aufruf wollen wir ein ebenso sichtbares Zeichen in die Welt senden. Wir fordern von allen Staaten: Verteidigt die Religionsfreiheit als Menschenrecht! Das Recht auf Religionsfreiheit müsse auch in zwischenstaatlichen Verträgen, Verhandlungen und selbst inoffiziellen Begegnungen angesprochen werden", fordern die Abgeordneten und Mitglieder des Stephanuskreises unter dem Vorsitz des Abgeordneten Heribert Hirte. Auch der Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Volker Kauder MdB, stellt sich inhaltlich ebenfalls voll hinter den Aufruf.

Der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist ein überkonfessionelles Gesprächsforum, das für Toleranz und Religionsfreiheit eintritt und sich um die Situation verfolgter Christen in aller Welt kümmert. Ihm gehören zur Zeit 86 Mitglieder an.

Download: Aufruf des Stephanuskreises

 

 

 

Gespräche mit Facebook sind nicht ausreichend

Über Facebook werden immer wieder rassistische und fremdenfeindliche Posts verbreitet. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

"Es ist schlimm, dass in diesen Foren – teilweise unter dem Deckmantel der Anonymität – jedes Gespür dafür verloren gegangen ist, wann die Grenzen des Rechts oder auch nur die Grenzen des Anstands überschritten sind. Strafrechtlich betrachtet stellen solche Äußerungen teilweise Straftaten der Volksverhetzung (§ 130 StGB) sowie die öffentliche Aufforderung zu Straftaten (§ 111 StGB) dar. Solche Äußerungen sind unerträglich und müssen strafrechtliche Konsequenzen haben.

Die vom Bundesjustizministerium angestrebten Gespräche mit Facebook über die schnelle Löschung solcher Inhalte ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist aber auch eine wirkungsvolle Bekämpfung durch eine entsprechende Strafverfolgung. Um insbesondere die Straftaten der Volksverhetzung (§ 130 StGB) verfolgen zu können, wäre es daher notwendig, bei diesem Straftatbestand die Speicherpflicht der Verkehrsdaten einzuführen. Nur dann können die Täter ermittelt und vor Gericht gestellt werden. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Telefonüberwachung bei der Volksverhetzung möglich sein soll, nicht jedoch die Speicherung der Verkehrsdaten."

 

 

 

Die Abstimmung im Deutschen Bundestag über das dritte Hilfspaket für Griechenland hat nicht nur mich, sondern auch viele Bürger sehr bewegt und beschäftigt. In zahlreichen Zuschriften wurde ich aufgefordert, mit „Nein“ zu stimmen, es gab aber auch viel Zuspruch für die europäische Solidarität. Warum ich nach intensiven Abwägungen mit „Ja“ gestimmt habe, stelle ich hier kurz dar.
 
Die griechische Regierung hat es auch mir nicht leicht gemacht, Vertrauen in ihre Reformbereitschaft und -Fähigkeit aufzubringen. In den letzten Wochen ist jedoch eine Wende in Athen zu erkennen. Die Einsicht ist da, dass es nur mit einschneidenden Reformen gehen wird. Das sieht auch der Bundesfinanzminister so, der sich wahrlich nicht dem Vorwurf ausgesetzt hat, der griechischen Seite irgendwelche Vorschuss-Lorbeeren zukommen zu lassen. Herr Dr. Schäuble konstatiert nunmehr der Regierung und dem Parlament in Athen die notwendige Kooperationsbereitschaft.
 
Erlauben Sie mir einen Vergleich aus dem täglichen Leben, den ich in diesem Fall für passend halte: Es soll ja Familien geben, wo sich manche Sprösslinge richtig daneben benehmen und statt die Regeln derer zu beachten, unter deren Tische sie die Füße setzen, ihre Füße auf ebendiese Tische legen. Was macht da die Familie? Wann wird ein Mitglied ausgestoßen, sich selber überlassen?
 
Wo Einsicht zu erkennen ist und der Wille, sich in die Gemeinschaft einzufügen, da darf auch die europäische Familie nicht einfach eines ihrer Mitglieder abschreiben. Jetzt, da selbst Präsident Tsipras, der ursprünglich mit ganz anderen Versprechungen angetreten ist, den Weg der Reformen mitträgt, sehe ich einen Weg, den Griechenland und die anderen EU-Länder gemeinsam gehen können.
 
Ich bin überzeugt, dass die Reformen schnell greifen werden, vielleicht nicht sofort in puncto Steuereinnahmen, aber in Bezug auf mehr Rechtmäßigkeit und damit auch Gerechtigkeit der Verwaltung, Bekämpfung von Korruption und Steuerhinterziehung und auch in Bezug auf eine bessere Politik ohne Rücksicht auf die eigene Klientel. Die Vereinbarung mit Griechenland spricht diese Punkte recht offen an.
 
Es ging bei unserem „Ja“ zum dritten Hilfspaket aber nicht nur um Griechenland. Die Verweigerung weiterer Hilfen hätte das deutsch-französische Verhältnis und damit die Europäische Union extrem belastet. Deutschland wäre für die Zukunft in einem möglichen Konflikt in Gefahr geraten, ohne gewichtige Verbündete isoliert zu werden. Der Schaden wäre weitaus größer, als das, was im Zuge der weiteren Hilfe für Griechenland auf dem Spiel steht. Ich habe mich mit meinem „Ja“ nicht nur dafür entschieden, Griechenland noch eine Chance auf den Verbleib im Euro und eine gute Zukunft zu geben, sondern ich habe mich gleichzeitig für das große Ganze eines Europas entschieden, dessen Zusammenhalt in Zukunft immer wichtiger wird.
 
Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Winkelmeier-Becker  

 

 


 

Tag der Ein- und Ausblicke - am 6. September 2015 öffnet der Deutsche Bundestag seine Türen

Am Sonntag, 6. September 2015, ist es wieder soweit: Der Deutsche Bundestag lädt zum Tag der offenen Tür ein.

„Besucherinnen und Besucher können an diesem Tag Abgeordneten am Ort ihres Wirkens in Berlin begegnen und sich dort über die Arbeitsweise des Parlaments, den Arbeitsalltag der Abgeordneten und der Bundestagsverwaltung informieren. Daneben locken Architektur und Kunst des Reichstagsgebäudes, des Paul-Löbe-Hauses und des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses zu einem Besuch. Die Gäste können an diesem Tag in Räume schauen, die für die Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.

Es gibt viel zu sehen und zu hören: Auf den Besuchertribünen im Plenarsaal erklären die Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen des Deutschen Bundestages ihre Aufgaben und die Abläufe im Parlament. Die im Deutschen Bundestag vertretenen vier Fraktionen stellen sich auf der Fraktionsebene des Reichstagsgebäudes vor. Die Ausschüsse des Deutschen Bundestages präsentieren sich und ihre Arbeit im Paul-Löbe-Haus. Führungen durch das Bibliotheksmagazin und das Parlaments- und Pressearchiv, ein unterhaltsames Bühnenprogramm, Musikcafés und Kinderaktionen runden das Programm ab.“

Öffnungszeiten: 9 bis 19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)

Der Eintritt ist kostenlos.

Weitere Informationen und ein ausführliches Programm finden Sie zeitnah auf der Homepage des Deutschen Bundestages: http://www.bundestag.de/tea