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KfW-Unterstützung für Bauherren muss planbarer werden

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat bekanntgegeben, dass in der ersten Jahreshälfte 2022 175,1 Mio. Euro ihrer Fördermittel in den Rhein-Sieg-Kreis geflossen sind. Der größte Posten waren Fördermaßnahmen für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien bei Neubau und Sanierung von Gebäuden von Unternehmen, privaten Haushalten und kommunalen Einrichtungen.

Die Siegburger Wahlkreisabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) betont: "Die unterstützten Investitionen sind ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und tragen durch die Einsparungen mittelfristig auch zu geringerer Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland bei." Sie kritisiert aber die undurchsichtigen Förderansätze der Bundesregierung: "Leider hat die Bundesregierung seit Dezember 2021 mit dem konfusen Förderchaos aus dem Bundeswirtschaftsministerium für große Verunsicherung bei privaten Bauherren gesorgt. Gerade Sanierungen und Neubauten von Wohnhäusern wurden wichtige Mittel entzogen", hebt sie hervor. Die Förderung für den Neubau EH 55 wurde abrupt eingestellt, die Mittel für EH 40 gestreckt. Für Komplettsanierungen gilt ein maximaler Fördersatz von 45 Prozent, statt vorher 50 Prozent.

„Das sind gravierende Einschnitte, insbesondere für diejenigen, die mit den alten Förderkonditionen gerechnet hatten. Derzeit steigen die Bau- und Kaufpreise und damit auch die Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer ohnehin stark an. Dafür braucht es Eigenkapital, und das ist gerade bei jungen Familien knapp. Die Regierung muss dafür sorgen, dass das Förderchaos beendet wird und Bauen trotz steigender Inflation auch bei einem hohen Energiesparlevel bezahlbar bleibt", fordert Winkelmeier-Becker.

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