Aktion „Diabetes stoppen – jetzt “

Vielen Dank für Ihr Schreiben und die Unterstützung für die  Aktion „Diabetes Stoppen- jetzt!“
Mir ist bewusst, dass ein zunehmend großer Anteil der Bevölkerung an zum Teil vermeidbaren Volkskrankheiten wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen aber auch Diabetes mellitus, Allergien etc. leidet. Aus diesem Grund ist die gesundheitliche Prävention ein entscheidender Baustein für ein gesundes Leben in unserer modernen Gesellschaft. Ziel unserer Politik ist, die verhaltens- und lebensstilbedingten Erkrankungen durch eine Stärkung des Gesundheitsbewusstseins und ein verändertes Gesundheitsverhalten deutlich zu reduzieren.

Hierzu hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Förderung der Prävention vorgelegt. Ziel dieses Gesetzes ist es, mit einer zielgerichteten Ausgestaltung der Leistungen der Krankenkassen zur primären Prävention und zur Früherkennung von Krankheiten die Bevölkerung bei der Entwicklung und dem Aufbau von gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen zu unterstützen und damit gesundheitliche Risiken zu reduzieren. Um die Leistungen im Bereich der Prävention auf gemeinsame, verbindliche Gesundheitsförderung und Präventionsziele auszurichten, werden die Ziele von „gesundheitsziele.de“, zu denen auch der Diabetes mellitus Typ 2 gehören, verbindlich in das SGB V ausgenommen. Zur Unterstützung der Verständigung über gemeinsame Gesundheitsförderungs- und Präventionsziele aller Beteiligten wird beim Bundesminister für Gesundheit eine Präventionsziele aller Beteiligten wird beim Bundesminister für Gesundheit eine ständige Präventionskonferenz eingerichtet, an der alle Beteiligten teilnehmen werden.

Auch die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen ist eine wichtige Maßnahme, um künftigen Erkrankungen vorzubeugen. Um dieses auszubauen, werden die sogenannten U-Untersuchungen bis zum 10. Lebensjahr ausgeweitet. Darüber hinaus wird die Wirksamkeit von Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen durch die Sicherstellung der Qualität verbessert und gleichzeitig die Finanzierung zielorientiert ausgerichtet.
Um das individuelle Risiko in den Vordergrund der Prävention zu stellen, wird der sogenannte Check-up 35 auf alters- und zielgruppengerechte ärztliche Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von bevölkerungsmedizinisch bedeutsamen Krankheiten und eine darauf abgestimmte präventionsorientierte Beratung umgestellt. Darüber hinaus sollen die Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie Setting-Maßnahmen gestärkt werden.

Schon heute fördert die Bundesregierung die Präventionsforschung. Allerdings liegt für diabetesbedingende Faktoren noch kein ausreichendes Langzeitdatenmaterial vor.

Prävention muss in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle spielen. Der vorgelegte Gesetzentwurf trägt insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von großen Volkskrankheiten, zu denen auch der Diabetes mellitus gehört, bei. Ziel des Gesetzes ist es, möglichst viele Personen zu erreichen. Wir sind überzeugt, dass mit unserem Ansatz viele Menschen erreicht werden können. Darüber hinaus werden wir das Thema Diabetes mellitus weiterhin im Blick behalten und ggf. Maßnahmen ergreifen, sollten sich die mit dem vorgelegten Gesetzentwurf  angeschobenen Maßnahmen als nicht ausreichend erweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Winkelmeier-Becker